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Projekt VLV - LBSBR3

02.02.2016 11:53
Von: Stefan Bickel
Kategorie: LBSBR3

gelebtes Marketing

Gelungene Kooperation zwischen der Landesberufsschule Bregenz 3 und der Vorarlberger Landes-Versicherung V.a.G. (VLV)

 

Lehrlinge der dritten Klassen bearbeiteten im Rahmen eines Lernfeldunterrichts ein spannendes Marketing Projekt gemeinsam mit der VLV.

 

Im November des Vorjahres startete das Projekt der B3b und B3a (40 Schüler) in Zusammenarbeit mit der VLV. Die „trockene Theorie“ des Marketing-Mix konnte am Beispiel VLV in der Praxis kennengelernt werden.

Folgende Punkte wurden von den Büro und Verwaltungsassistenten in fünf Unterrichtsfächern (Büroor-ganisation, Fachpraxis, Rechnungswesen, Wirtschaftskunde, Textverarbeitung) behandelt:

• Marketingmix (Theorie und Praxis bei der VLV)

• Befragung von 100 Schülern der Abschlussklassen und Evaluierung der Ergebnisse

 

Julia Tomasini und Selina Malang, Schülerinnen der B3b: „Das Projekt hat uns Schülern das Thema Mar-keting näher gebracht und wir konnten dabei einige Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Wir haben uns eigenverantwortlich in verschiedene Gruppen aufgeteilt und durften selbstständig an dem Thema arbeiten. Der Lehrstoff wurde dabei aber nicht außer Acht gelassen. Bei einem eigenen Meeting stand uns sogar der Marketingleiter der VLV, Mag. Mathias Bösch für unsere Fragen vor Ort an unserer Schule zur Verfügung. Bei Fragen sind uns alle Lehrpersonen laufend als Coach zur Seite gestanden.“

Die Schüler waren sich einig: „Bei der Ausarbeitung der Theorie, Plakate, Videos und Rollenspielen konn-ten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen.“ Das bestätigt auch Klaus Trenker, Direktor der Landesbe-rufsschule Bregenz 3: „Die Schüler waren mit riesen Engagement bei der Sache und haben sehr von der Praxis-Erfahrung profitiert. Ein gelungenes Beispiel für die duale Ausbildung und die modernen pädago-gischen Ansätze an unserer Schule.“

Der Vorstandsdirektor der VLV, Robert Sturm ergänzt: „Wir haben wirklich tolle und interessante Infor-mationen von den Schülern erhalten. Eine wertvolle Erfahrung auch für unser Unternehmen, zumal Jugendliche und deren Bedürfnisse sowie die Absicherung von Risiken ohnehin besonders in unserem Fokus stehen. Wir engagieren uns auch seit langem im Bereich der Lehrlingsausbildung und freuen uns, dass wir als Partner aus der Wirtschaft für ein derartiges Projekt angefragt wurden.“

Bei der Abschlusspräsentation in der VLV-Zentrale in Bregenz informierten die Schüler die Vorstände und Mitarbeiter der VLV über ihre Projektergebnisse und konnten im Rahmen einer kurzen Führung auch Einblick in die Schadenabwicklung, sowie die Aufgaben des Vertriebes gewinnen: „So trocken wie wir uns das Versicherungsthema vorgestellt haben, ist es in der Praxis tatsächlich nicht“, zeigten sich die Schüler der B3a und B3b erfreut.

 

Die Bedeutung des „Lernens in Feldern“!

Für das Lernfeldteam der LBSBR 3 ist ein seit drei Jahren an ihrer Schule implementiertes Lernfeld Voraussetzung für derartige Pro-jekte: „Unsere Schule soll ein Übungsfeld für neue Ideen sein, die den neuesten pädagogischen Studien entsprechen. Vor allem im dualen Ausbildungsweg ist es wichtig, sich den Anforderungen der Wirtschaft täglich zu stellen. Nachhaltiges Lernen im Sinne von vernetztem Denken, Networking und Learning by Doing ist eine Forderung unserer Zeit!“

Dies ist bereits ein Ziel des Bundesministeriums, das in den nächsten Jahren für alle Pflichtschu-len verpflichtend kommen wird. Wir sind bereits auf dem Weg dies umzusetzen.

Was bedeutet Lernfeld für uns im Bürobereich eigentlich?

Das Lernteam dazu: „Kurz gesagt, die Schüler und Schülerinnen lernen selbstständig in Begleitung des Lehrers (=Coach) innerhalb eines – wie das Wort schon sagt – Lernfeldes. Schule neu betrachtet heißt alle Strukturen aufbrechen, jedoch nicht zerbrechen. Das Potential, dass es bereits gibt, neu aufzuschichten – veraltete Ziegel hinauszuwerfen und neue Ziegel einzubauen, um das Gebäude im neuen Glanz erscheinen zu lassen. Es geht insbesondere darum, neue Perspektiven zu suchen bzw. in den Unterricht einzubringen und die Funktionalität den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts anzupassen.“

Bekannte Werte werden neu definiert, zB hat sich die Autorität der Lehrperson gewandelt und ist diese auch einer laufenden Entwicklung unterworfen. „Wir müssen uns weiterentwickeln und sind uns dessen bewusst und bereit dafür. Wir wollen ein gleichberechtigter Partner der Wirtschaft sein und trotzdem Eigenständigkeit vorleben. Dies heißt die Unterrichtsthemen mit den Schülern und Schülerinnen zeitgeistgemäß zu erarbeiten, damit diese letztendlich in ihrem privaten und beruflichen Leben noch besser bestehen können.“