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Besuch im Landesfischereizentrum

13.01.2015 16:24
Von: Stefanie Steinbüchler
Kategorie: LBSBR3

Hard

Landesfischereizentrum Hard

 

Wir – die E2a -  gingen heute in das Landesfischerzentrum nach Hard. Ein symphytischer Herr hat uns mit Freuden empfangen und ging gleich zur Theorie über. Der Betrieb ist in den 1960er Jahren erbaut worden, wurde dann 2002 neuerbaut und renoviert. Die Aufgabe des Landesfischereizentrums ist es, die Fischbestände im Bodensee und in zahlreichen Flüssen und Bächen in Vorarlberg zu sichern.

Herr Illing zeigte uns die verschiedenen Wasserpumpen. Das Wasser kommt aus dem See und aus dem Grundwasser. Da ab und zu Gase im Wasser vorkommen, müssen diese entfernt werden, sonst würden die Fische dadurch sterben. Vor 2 Jahren gab es einen Stromausfall und da im Fischereizentrum in diesen Jahren noch kein Notstromgenerator eingebaut war, überflutete ein Teil des Gebäudes und alle Fische starben. Nun wurde selbstverständlich nach diesem Fehler einen Notstromgenerator eingebaut. Falls doch mal eine Pumpe ausfallen sollte, haben sie eine halbe Stunde um eine Lösung zu finden bevor den Fischen etwas geschieht.

Da im Grundwasser je nach Witterung auch Chlor enthalten sein kann, müssen sie dieses entfernen, weil es den Fischen schadet.

 

Danach gingen wir zu den „Fischteichen“ in eine Halle. Dort sahen wir von der Brut bis zum Erwachsen werden der Fische alles. Die Brutkästen sind abgedunkelt. Darin befinden sich kleine „Pfannen“, in denen die Fischeier im Wasser liegen. Wenn die Eier eine weiße Farbe bekommen, sind diese abgestorben. Die Eier der Fische werden Trocken befruchtet, also nicht unter Wasser. Erst nach der Befruchtung werden die Fischeier ins Wasser getan um das Ende der Befruchtung zu vollziehen. Die Spermien und auch die Eier können nur 30sek. lang unter Wasser überleben danach sterben sie ab, deshalb wird die Befruchtung zuerst trocken gemacht. Dann sahen wir das Becken, indem die Fische schlüpfen und später groß werden.

 

Teilweise werden die Fische mit automatischen Futtermaschinen gefüttert. Ab und zu müssen die Mitarbeiter des Fischereizentrums im Bodensee Plankton fischen gehen, um damit die Fische zu füttern. Dies ist notwendig, da die Fische keine Enzyme in sich haben durch die sie verdauen könnten. Deshalb benötigen sie erst ein Lebewesen welches die Enzyme hat, um selbst verdauen zu können. Manche Eier, wie die Eier von Felchen, müssen immer in Bewegung bleiben, so dass sie nicht zusammen picken können. Das Wasser für die Fischeier wird immer auf 1 Grad Celsius abgekühlt, um die perfekte Schlupftemperatur zu haben. Später werden die Fische auf das kommende Leben vorbereitet, dass sie auch in der Wildnis überleben können, wie zum Beispiel Ströme, Wellengang, usw.

Die Fische, die vom Landesfischereizentrum gefangen werden, kommen um zu laichen an den Ort zurück, an dem sie gefangen worden sind.

 

Danach zeigte uns Herr Illing die Boote, mit denen die Mitarbeiter auf den Bodensee oder in Fließ- od. Wildgewässer fahren, um Fische frei zu lassen oder zu fangen. Mit diesen Booten wird auch das Futter für die Fische geholt. Sie haben ein Schlauchboot für die Fließ- und Wildgewässer, ein neues Motorboot, da das alte nicht mehr tauglich war (nicht bequem) und noch ein drittes Boot mit dem sie fahren können.

Uns zog es noch in Richtung Becken, die draußen auf dem Hof standen. Dort waren schon ältere Fische drin. Draußen waren auch die Becken, in dem die Felchen hineinkommen, sobald sie schlüpfen. Danach werden sie durch Rohre zum Boot transportiert und ins Gewässer gebracht. Auf dem Hof sahen wir noch einen Toten Fisch, der sicher schon ein paar Tage tot war aber er ist erst seit heute Morgen dort gewesen. Mysteriöser Fall?!?!?!

 

Warum machen die Mitarbeiter des Landesfischereizentrums diese Arbeit überhaupt und warum sollten sie diese Arbeit auf sich nehmen? Die erschreckende Wahrheit: Wenn es nicht solche Leute gäbe, die immer wieder Fische züchten um sie wieder in die Gewässer zu lassen, gäbe es heute keinen einzigen Fisch mehr im Bodensee. Sie erhalten die Fischart und so auch unser Ökosystem.

Wenn es einmal keine Fische mehr geben würde, würde der See in sich zusammenfallen und auch wir hätten riesige Probleme. Deshalb sollten wir froh sein, solche Menschen zu haben die auf unsere Welt schauen. Im Landesfischereizentrum werden auch einige Speisefische zu einem recht günstigen Preis verkauft. Wir sollten diese Betriebe unterstützen, um unsere Welt und unser Ökosystem aufrecht zu halten, sonst haben wir in ein paar Jahren nicht mehr viel übrig von unserem schönen Lebensraum.

 

Dateien:
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