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Besuch bei den Festspielen Bregenz

29.06.2014 19:31
Von: Juliana Brunner
Kategorie: LBSBR3

Sonnen-Königin

Bei unserer Führung am Montag, den 23.6. auf der Seebühne in Bregenz haben wir viele interessante Dinge erfahren.

 

Auf der Tribüne der Seebühne finden fast 7000 Personen einen Platz, zwei der Sektoren wechseln bei schlechtem Wetter ins Festspielhaus, wo auch das Orchester sitzt. Die anderen Gäste bekommen bei Abbruch des Spiels in den ersten 60 Minuten das Geld zurück.

 

Die Seebühne ist auf einem großen Betonkern aufgebaut und funktioniert quasi wie ein Karussell. Sie lässt sich also drehen. Das Soundsystem ist so gestaltet, dass sich der Ton mit dem Sänger / Sprecher mitbewegt, so dass man mit geschlossenen Augen erkennen könnte, wo er / sie sich gerade befindet.

Überhaupt kann man mit verschiedenen Techniken viele spezielle Effekte erzielen, wie z.B. das Aufblasen von Grashalmen über Metallrohre auf der Bühne.

 

Jedes Bühnenbild muss die Anforderung erfüllen, dass es mindestens einmal überwintern, das bedeutet zwei Jahre stehen bleiben kann und es darf nicht zu schwer für den Betonkern sein. Das jetzige Bühnenbild, welches für das Stück „die Zauberflöte“ von Mozart gebaut ist, wurde aus mehreren Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz hierher transportiert und mit einem Kran zusammengebaut.

 

Das Hauptaugenmerk des Gesamtbildes liegt auf den drei großen Hunden, die ein Zusammenspiel aus Gut und Böse darstellen sollen; sie stehen für den Hund Kerberos, welcher den Gott Hades zur Unterwelt bewacht. Die Hunde stehen im Zusammenhang mit der Figur „Sarastro“ (= Fürst, der Pamina entführte), mehr dazu erfährst du, wenn du das Stück ansiehst (es gibt angeblich noch einige wenige Restkarten). Einer der Hunde wiegt ca. 20 Tonnen und ist 27 Meter hoch.  Wegen der großen Höhe, braucht es Doubles, damit ein Opernsänger oben auf einer Brücke sich präsentieren kann, und ein anderer wartet unten, um das Stück weiter vorzutragen.

 

Durch die Führung konnten wir Einblicke in das komplizierte Geschehen einer solchen Vorstellung gewinnen, um jedoch das richtige Spektakel mit zu erleben, sollte man sich die Seebühne selbst anschauen.